Adjuvans
Wirkungsweise und Wirksamkeit
Die Wirksamkeit des Depot-1-Shots lässt sich anhand von verschiedenen Parametern beurteilen. Entscheidend für den Mäster ist zum einen die immunstimulierende Wirkung eines Impfstoffes und zum anderen der Einfluss der Impfung auf die Gesundheit und die damit verbundene Leistung der Tiere.
 
In zahlreichen Labor- und Feldversuchen wurde die immunstimulierende Wirksamkeit des Depot-1-Shot Impfstoffes im Vergleich zu herkömmlichen Mycoplasmen-Impfstoffen untersucht. Die Stimulierung des Immunsystems kann anhand folgender Parameter gemessen werden:
Antikörper vermittelte (humorale) Immunantwort
Zellvermittelte Immunantwort
Bei einer Studie wurden spezifisch pathogen-freie (SPF) Ferkel im Alter von drei Wochen, am Tag 0 des Versuches, geimpft. Im Fall des 2-Shot Produktes wurden die Tiere am Tag 14 erneut geimpft. Alle Tiere, außer der negativen Kontrollgruppe, wurden am Tag 29 infiziert.
Versuchsaufbau der vergleichenden Immunitätsstudie

 

Tag 0

Tag 14

Tag 29

Tag 57

Depot-1-Shot    

X

 

Infektion

Schlachtung

Mitbewerber A,
1-Shot
X

 

Infektion Schlachtung
Mitbewerber A,
2-Shot
X X Infektion Schlachtung
Positive Kontrolle

 

 

Infektion Schlachtung
Negative Kontrolle

 

 

 

Schlachtung
Antikörpervermittelte Immunität
In der folgenden Tabelle ist zu erkennen, dass bereits 29 Tage nach der Impfung mit dem Depot-1-Shot 80% der Tiere Antikörper gegen den Impfstoff aufwiesen. Im Gegensatz dazu waren bei einem 2-Shot Impfstoff nur 55% der Tiere Antikörper positiv. Da Antikörper frühestens nach 10 bis 14 Tagen gebildet werden, ist bei der Kontrollgruppe am Tag der Infektion noch kein Antikörpernachweis möglich.
Prozentsatz Antikörper-positiver (Nachweis mittels ELISA) Tiere am Tag 29 nach der Impfung:
Depot-1-Shot = 80%
Mitbewerber A, 2-Shot = 55%
Positive Kontrolle = 0%
Zellvermittelte Immunität
Die Messung der zellvermittelten Immunität ist über die Bestimmung eines sog. Interferon-Gamma-Stimulationsindex möglich. Interferon wird bereits innerhalb weniger Stunden nach einer Infektion gebildet. Tiere, deren Immunsystem sich bereits intensiv mit einem speziellen Erreger auseinander gesetzt hat, geben bei erneutem Kontakt mit dem Erreger eine große Menge Interferon-Gamma frei. Je höher also die Interferon-Gamma-Freisetzung ist, desto besser ist die spezifische, zelluläre Abwehr.
Prozentsatz der Tiere mit zellulärer Immunantwort (ELISPOT) im Verlauf nach der Infektion
Die Ergebnisse sind in der Grafik dargestellt. Nur in der mit einem neuen Depot-1-Shot geimpften Gruppe konnten bereits an den Tagen 29 und 44 nach der Impfung deutlich mehr Tiere mit positivem Interferon-Gamma-Stimulationsindex ermittelt werden.
Da die Bildung von Interferon bereits wenige Stunden nach der Infektion erfolgt, sind auch in der ungeimpften Kontrollgruppe am Tag der Infektion positive Tiere zu finden. In der Gruppe, die mit einem herkömmlichen zweimaligen Impfstoff behandelt wurde, wiesen ähnlich viele Tiere einen positiven Interferon-Gamma-Spiegel auf, wie in der ungeimpften Kontrollgruppe.
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Depotwirkung

Mit Hilfe neuartiger Depotadjuvantien läßt sich die erste Impfung bei Saugferkeln ohne Verlust der Wirksamkeit einsparen.

Depotadjuvans
Wirkungsweise und Wirksamkeit